Russische Sprichwörter

Russische Sprichwörter

  • Der Bart des Popen hängt immer in der Butter.
  • Die Deutschen haben den Affen erfunden.
  • Wenn Du auf einer Brücke läufst und begegnest einem Bären, nenne ihn freundlich "Onkelchen", bis du auf der anderen Seite bist.
  • Der russische Mensch liebt das Vielleicht, das Ungefähr und das Irgendwie.
  • Ein froher Gast ist niemands Last.
  • Bei starkem Frost gib auf die Nase Acht.
  • Fremdes Land vermehrt den Verstand.
  • Um einen Menschen zu kennen, muss man einen Zentner Salz mit ihm essen.
  • Eine fremde Seele ist wie ein dunkler Wald.
  • Der Gast, der sich früh erhebt, bleibt die ganze Nacht.
  • Wer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.

Russland in aller Munde

  • Östlich der Elbe beginnt die sibirische Steppe. (Bundeskanzler Konrad Adenauer, ca. 1955)
  • Russland wird nur durch Russland überwunden. (Friedrich Schiller)
  • Zwischen Russland und Amerika liegen Ozeane. Zwischen Russland und Deutschland liegt die große Geschichte. (Michael Stürmer, deutscher Historiker)
  • Die Russen kennen uns Deutsche wesentlich besser, als wir selbst wissen. (Dr. Hans-Friedrich von Ploetz, deutscher Botschafter in der Russischen Föderation)
  • Niemand bezweifelt den großen Wert der Beziehungen Europas zu den Vereinigten Staaten. Aber ich bin der Meinung, dass Europa seinen Ruf als mächtiger und selbstständiger Mittelpunkt der Weltpolitik langfristig nur festigen wird, wenn es seine eigenen Möglichkeiten mit den russischen menschlichen, territorialen und Naturressourcen sowie mit den Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungspotenzialen Russlands vereinigen wird. (Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation, 2001)
  • In der heutigen Welt will uns niemand mehr befehden. Aber auf uns wartet auch niemand (W. Putin, Präsident der russischen Föderation, 2002)
  • Die Russen selbst fühlen sich einerseits ganz wohl dabei, Russen zu sein, andererseits werden sie immer wieder geplagt von einem großen Minderwertigkeitskomplex, man schwankt also ein wenig zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass man dort sogar noch stolz darauf ist, wenn alles mal wieder besonders schief geht. (Gerd Ruge, Auslandskorrespondent und Russlandkenner, 2001)

Russische Witze

  • "Die UdSSR", prahlt ein sowjetischer Offizier, "ist so groß, dass man von der West- zur Ostgrenze 14 Tage mit der Eisenbahn benötigt!" "Ja, ja", seufzt da der DDR´ler verständnisvoll, "diese ewigen Kontrollen..."
  • Der russische Zollbeamte steckt seinen Kopf ins offene Fenster des Autos und fragt den deutschen Touristen: "Alkohol, Zigaretten?" "Nein, zweimal Kaffee bitte!"
  • Ein amerikanischer Millionär ist in Moskau in einem Luxus-Hotel abgestiegen. Er fühlt sich beleidigt, weil ihm nicht genügend Achtung erwiesen worden ist, und sagt dem Kellner herausfordernd: "Bring mir mal eine Speise für 1000 Dollar." "Es tut mir leid, aber halbe Portionen gibt es bei uns nicht."
  • Ein Telefongespräch: "Entschuldige mich bitte, Mascha, aber jetzt habe ich Mittagspause. Ruf mich später an, nach der Pause können wir uns länger unterhalten."
  • Ein junger Mann will als Fleischverkäufer angestellt werden. "Wie viel Gramm hat ein Kilo?" fragt ihn der Direktor. "So etwa 700-800." "Vortrefflich. Sie dürfen morgen mit der Arbeit anfangen."
  • Ein Russe, Engländer, Franzose und Deutscher erlitten Schiffbruch und gerieten auf eine unbewohnte Insel. Nach einigen Monaten fanden die Männer plötzlich eine Flasche am Meeresufer. Sie zogen den Korken heraus. Plötzlich stieg ein Geist aus der Flasche auf und sagte: "Ich erfülle jedem von euch zwei Wünsche." Der Engländer: "Einen Sack voller Geld und nichts wie nach Hause". Der Franzose: "Eine hübsche Frau und nichts wie nach Hause." Der Deutsche: "Einen Mercedes und nichts wie nach Hause." Als letzter war der Russe an der Reihe. Er überlegte ein paar Minuten und sagte dann: "Es war doch eine schöne Gesellschaft. Eine Kiste Wodka und die drei zurück!"
  • Die Russen haben einen geländegängigen Superkraftwagen erfunden. Eine Gruppe von Experten aus Deutschland wurde eingeladen, um die Neuheit zu bewundern. Das taten sie denn auch. Nach einer ganzen Weile sagte einer aus der Gruppe zu einem anderen: "Was die Russen sich alles ausdenken! - Anstatt lieber die Straßen zu verbessern!"
  • Dürfen und nicht dürfen. Der Deutsche: Was man darf, das darf man; was man nicht darf, das darf man nicht. Der Engländer: Man darf alles mit Ausnahme dessen, was man nicht darf. Der Franzose: Man darf alles, sogar das, was man nicht darf. Der Russe: Auch wenn man gar nichts darf, nicht einmal das, was man darf, darf man doch alles, sogar das, was man nicht darf.
  • Streit um die Nationalität von Eva. Der Engländer: Sie kann nur Engländerin gewesen sein. Denn das Teilen des Apfels ist so gentlemenlike, und das ist nur den Engländern eigen. Der Franzose: Sie war Französin, denn nur eine Französin gibt sich für einen halben Apfel hin. Der Russe: Sie war ohne Zweifel Russin, denn einzig und allein eine Russin ist in der Lage, sich nackt und mit einem halben Apfel in der Hand vorzustellen, sie sei im Paradies.
  • Frage an den Radiosender Jerewan: "Welcher Unterschied besteht zwischen Rubel, Dollar und Pfund?" - Antwort: "Ein Pfund Rubel sind ein Dollar".

Russische Schriftsteller über ihr Land

  • Der Russe ist zu allem fähig und gewöhnt sich an jedes Klima. Man schicke ihn meinetwegen nach Kamtschatka und gebe ihm nur warme Handschuhe, er wird sich in die Hände spucken, nach der Axt greifen, hingehen und sich ein neues Haus zimmern. (Nikolai Gogol)
  • Die Halbheit von Recht und Gesetz, die von alters her über dem russischen Volk schwebt, war auch eine Art Schule. Die himmelschreiende Ungerechtigkeit der einen Hälfte seiner Gesetze hat es gelehrt, auch die andere Hälfte zu hassen. Es unterwirft sich ihnen wie einer Macht. Die völlige Ungleichheit vor dem Gericht hat in ihm jede Achtung vor der Gesetzlichkeit abgetötet. Ganz unabhängig von seiner gesellschaftlichen Stellung umgeht oder verletzt der Russe das Gesetz überall da, wo er dies ungestraft tun kann. Und die Regierung macht es genauso. (Alexander Herzen)
  • Unser Ehrgeiz und Eigendünkel sind europäisch, doch Entwicklung und Schaffen sind asiatisch. (Anton Tschechow)
  • Die Russen empfinden stets eine gewisse Schuld, und nehmen widerspruchslos die Strafe dafür hin. (Juri Nagribin)