Baikalsee

Der Baikalsee ist ein Naturwunder, einer der seltensten Flecken der Erde, wo die Natur wirklich unberührt ist. Er wurde im Jahre 1628 in der Zeit der Eroberung Sibiriens entdeckt und sein Alter wird auf 25 Millionen Jahre geschätzt. Die Oberfläche des "reichen Sees" entspricht mit 31 500 qkm in etwa der Fläche Belgiens.

Dieser "Brunnen der Erde" ist der tiefste See (bis zu 1637 m tief) und das größte Süßwasserreservoir der Welt; sein Inhalt würde ausreichen, um die gesamte Menschheit 50 Jahre lang mit sauberem Wasser zu versorgen. Die Wasserqualität ist erstaunlich gut und man hat bis in 40 m Tiefe klare Sicht. Liefe der Baikalsee aus, würde das gesamte Festland des Erdballs von einer 20 cm hohen Flut überschwemmt werden.
Der Baikalsee ist von hohen Gebirgsmassiven umgeben. Im See gibt es 25 Inseln. Ende Juni, Anfang Juli kann man gegen Mitternacht am See einen Mondregenbogen sehen, ein Naturphänomen, das durch die Adhäsionskraft des Mondes, die die mikroskopisch kleinen Wasserpartikel anhebt, entsteht und nur am Baikalsee zu beobachten ist.

Das Baden im See ist nicht jedermanns Sache, da die Wassertemperatur durchschnittlich bei 3ŗC liegt. Im Winter ist das "Sibirische Meer" von einer bis zu 110 cm dicken Eisschicht bedeckt. Doch am Baikalsee hat man durchschnittlich mehr Sonnentage als am Schwarzen Meer. Das liegt daran, dass der See das ganze Jahr hindurch eine so niedrige Temperatur hat, dass kaum Wasser verdunsten kann. Fauna und Flora sind auch einzigartig. Im See und in der Umgebung sind 1500 Tierarten und 2000 Pflanzenarten beheimatet, dabei kommt die Hälfte davon nur hier vor. Das wohl bekannteste "Baikaltier" ist die Nerpa, die Baikalrobbe.

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Baikalee

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